Menstruationszyklus

Der Menstruationszyklus ist eine komplexe Angelegenheit. Ein Menstruationszyklus dauert etwa einen Monat. Er beginnt am ersten Tag der Monatsblutung und endet am Tag vor der darauffolgenden Blutung. Der Menstruationszyklus ist ein Kreislauf, der das Ausstoßen und den Wiederaufbau der Gebärmutterschleimhaut beinhaltet, sowie das Vorbereiten einer Eizelle auf die Befruchtung. Der erste Menstruationszyklus einer Frau tritt normalerweise im Alter von zehn bis vierzehn Jahren auf. Meist dauert ein Menstruationszyklus zwischen dreiundzwanzig und fünfunddreißig Tagen.

Zwei Phasen des Menstruationszyklus

Menstruationszyklus

Der Menstruationszyklus besteht aus zwei Phasen: Die Proliferationsphase ist der Abschnitt zwischen dem Beginn der Menstruation und dem Eisprung. Die Sekretionsphase ist die Phase zwischen Eisprung und darauffolgender Menstruation. In der Proliferations- oder Follikelphase wird die Gebärmutterschleimhaut ausgestoßen und nach Ende der Blutung wieder aufgebaut. Im Eierstock reifen währenddessen mehrere Follikel heran, die jeweils eine Eizelle beinhalten. Allerdings wird in einem Menstruationszyklus meist nur ein einziger dieser Follikel sprungreif. Anschließend findet der Eisprung statt, der keiner der beiden Phasen zuzuordnen ist, sondern sie lediglich miteinander verbindet. Hierbei wird die reife Eizelle an den Eileiter abgegeben, der Follikel verbleibt im Eierstock. Darauf folgt die Gelbkörperphase oder Sekretionsphase. Die Gefäßversorgung in der Gebärmutterschleimhaut wird ausgebaut und Sekrete werden abgesondert, um sich auf die Einnistung der Eizelle vorzubereiten. Tritt keine Schwangerschaft ein, geht der Follikel zugrunde, wodurch die Produktion des Hormons Progesteron eingestellt wird. Dies wiederum hat den Abbau der Gebärmutterschleimhaut zur Folge und der Menstruationszyklus beginnt von vorne.

Die Menstruation ruft bei vielen Frauen verschiedene Beschwerden wie Übelkeit, Unwohlsein, Kopfschmerzen und Unterleibsschmerzen hervor. Auch gibt es Frauen, bei denen der Menstruationszyklus von der normalen Dauer abweicht. Ist die Abweichung nur gering, ist dies meist nicht weiter schlimm. Bei starken Abweichungen jedoch sollte ein Arzt konsultiert werden. Der Menstruationszyklus kann beispielsweise durch die Einnahme der Antibabypille geregelt werden, wodurch dem Körper durch Hormongaben eine Schwangerschaft vorgespielt und ein Eisprung verhindert wird. Eine Frau sollte ihren Menstruationszyklus genau beobachten, um Abweichungen rechtzeitig feststellen zu können.