Ovulation

Wenn die unbefruchtete Eizelle aus dem Eierstock ausgestoßen wird, nennt man dies Ovulation. Andere Begriffe hierfür sind Follikelsprung oder Eisprung. Die Ovulation tritt zwischen der Proliferationsphase und der Sekretionsphase des Menstruationszyklus auf. Die Ovulation findet also etwa in der Mitte des Menstruationszyklus statt und ist der fruchtbarste Zeitpunkt im Zyklus der Frau. Ohne Ovulation kann die Eizelle nicht befruchtet werden. Insofern ist die Ovulation ein bedeutender Teil im weiblichen Zyklus und gerade für Frauen im gebärfähigen Alter ist es wichtig, diesen zu verstehen.

Ovulation – Follikelsprung

OvulationGesteuert wird die Ovulation von unterschiedlichen Hormonen, die sowohl das Heranreifen der Follikel, den eigentlichen Eisprung als auch das Einnisten des befruchteten Eis in der Gebärmutter begünstigen. Darauf basiert auch die hormonelle Empfängnisverhütung: Bei Empfängnisverhütungsmethoden wie der Antibabypille, der Vagina-Spirale und Ähnlichem wird die Ovulation künstlich verhindert. Die Hemmung der Ovulation geschieht hierbei durch eine hormonelle Steuerung: Kombinationen aus Östrogenen und Progestinen verhindern, dass der Eisprung ausgelöst wird und verdicken zudem den Schleimpfropf am Gebärmuttermund, sodass Spermien schwieriger passieren können.

Hat die Ovulation regulär stattgefunden, können Spermien im Eileiter die Eizelle befruchten und es besteht die Möglichkeit einer Schwangerschaft. Ist dies der Fall, nistet sich das Ei in der Gebärmutterschleimhaut ein, die durch Progesteron und Östrogen aufgebaut wird. Wenn es nicht zu einer Befruchtung gekommen ist, wird die Gebärmutterschleimhaut abgebaut und ausgestoßen – es kommt zur Monatsblutung.

Beginn der Wechseljahre

Den Zeitpunkt der Ovulation kann man unter anderem durch eine Beobachtung der Körpertemperatur feststellen, da diese während und nach der Ovulation leicht ansteigt. Auch die Konsistenz des Scheidenausflusses verändert sich und wird schleimartig. Mittels eines Eisprungrechners kann man zudem anhand der Zykluslänge und des Startdatums der letzten Periode das Datum des Eisprungs errechnen.

Mit zunehmendem Alter, im Durchschnitt mit etwa einundfünfzig Jahren, sind irgendwann sämtliche Eizellen aufgebraucht. Es findet nun keine Ovulation und dadurch auch keine Regelblutung mehr statt, die so genannte Menopause tritt ein, die Wechseljahre beginnen. Der genaue Eintritt der Menopause ist individuell und kann mit Faktoren wie Gewicht und Abhängigkeiten wie beispielsweise dem Rauchen zusammenhängen.